U19-Junioren: Schmerzhafte Niederlage im Spitzenspiel und im Anschluss 3 Punkte in St. Wendel

U19-neu1

Im Spitzenspiel gegen die U19 des SV Saar 05 unterlagen wir auf eigenem Platz mit 1:4 und haben nun fünf Punkte Rückstand auf die 05er. Im darauffolgenden Spiel in St. Wendel konnten wir zwar mit 3:1 gewinnen, waren allerdings trotz hohem Ballbesitzanteil nie so bestimmend, wie sich eine Spitzenmannschaft in der höchsten saarländischen Liga präsentieren sollte. Bei noch drei verbleibenden Spielen gilt es nun noch einmal alle Kräfte zu bündeln und wieder in den Modus zu schalten, der uns nach der Winterpause so stark gemacht hat.

JFG Saarlouis/Dillingen U19 – SV Saar 05 Jugend U19 1:4 (1:2)
Im absoluten Spitzenspiel der Verbandsliga der A-Jugendlichen empfingen wir die Jungs vom Kieselhumes auf eigenem Platz auf der Papiermühle in Dillingen. Nachdem uns vor der Winterpause mit Sicherheit nur noch wenige auf dem Zettel hatten, haben wir uns durch eine eindrucksvolle Siegesserie dieses Topspiel erarbeitet. Wir begannen etwas zu nervös und konnten in den Anfangsminuten keinen entsprechenden Druck auf die ballführenden gegnerischen Spieler im Mittelfeld ausüben. Als erste Quittung dafür mussten wir bereits in der 3. Spielminute den 0:1-Rückstand durch Akim Soulemana hinnehmen. Nach weiteren fünf Minuten konnten wir unsere Nervosität endlich ablegen und kamen besser in die Partie. In Folge einer JFG-Druckphase war Yannick Lenschow in der 23. Minute zur Stelle und und spitzelte den Ball gegen den 05er Torhüter in die Maschen, nachdem dieser die Kugel zunächst „sicher“ hatte, sie aber wieder aus den Händen gleiten ließ. Im Anschluss waren wir weiterhin etwas präsenter als der Gegner, konnten aber unsere Chancen nicht nutzen. Kurz vor der Halbzeitpause – inmitten unserer Druckphase – brachte der Gegner das Spielgerät zum zweiten Mal in unserem Gehäuse unter. Mit diesem bitteren Rückstand ging es in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begannen wir druckvoll und wir erspielten uns viele brenzlige Situationen im und am Strafraum der Gäste. Genau während eines solchen Vorstoßes klärte Innenverteidiger David Digbe im eigenen Strafraum per Befreiungsschlag. Dieser wurde länger und länger und erwischte unsere Verteidigung eiskalt: Der gegnerische Kapitän Carsten Jüptner schaltete am schnellsten und enteilte in Richtung von Alex Spurk, dem er keine Chance ließ und zur nun beinahe schon überraschenden 3:1-Führung abschloss. Wir steckten aber auch in der Folge nicht auf uns suchten weiterhin unsere Möglichkeiten, während sich Saar 05 mit komfortabler Führung aufs Defensivspiel konzentrierte, bei Kontern aber stets gefährlich blieb. In der 70. Spielminute fiel dann der verdiente Anschlusstreffer durch Niklas Poruba, der nach einem Eckball von Leon Steimer zum Kopfball kam und diesen im Tor unterbrachte… Denkste! Schiedsrichter Fabian Kiefer pfiff das Tor zum Unverständnis zahlreicher Sportplatzbesucher zurück. Als Erklärung gab er zum Besten, dass er den Ball noch nicht freigegeben hätte – obwohl ein jeder den Pfiff klar und deutlich gehört hat. Hierzu auch ein paar Worte: Auf Sportplätzen erlebt man wirklich viel Kurioses. Knappe Situationsentscheidungen binnen weniger Millisekunden sind zu treffen und sind aufgrund der Impulsentscheidung manchmal nicht ganz korrekt. Aber dass ein Pfiff, der sich definitiv ereignet hat, im Anschluss vom Schiedsrichter zurückgenommen oder eben als „nicht stattgefunden“ bezeichnet wird, ist ein Novum. Bei einem Pfiff gibt es doch keine Grauzone, entweder er ertönt oder nicht, da ist kein Ermessensspielraum! Ein Irrsinn, der bis heute unbegreiflich ist. Das wäre das 2:3 bei noch 20 Minuten auf der Uhr gewesen, aber sei’s drum! Wir waren weiterhin bis zum Schlusspfiff bemüht und hatten neben ein paar weiterer Chancen und einem Lattenknaller von Marco Criscenzo leider keinen Torerfolg mehr zu verbuchen. Kurz vor dem Ende schlossen die 05er einen Konter gegen weit aufgerückte JFG-Spieler ab. Mit dem 4:1-Sieg steht Saar 05 mit nun fünf Punkten Vorsprung in der Tabelle kurz vor dem großen Coup.

Fazit:
Man kann an diesem Tag nun niemandem einen Vorwurf machen – außer dem Schiedsrichter. Er ist mit Sicherheit nicht Schuld an der Niederlage, aber der angeblich nie statt gefundene Pfiff zur Freigabe des Balls beim Eckball ist schon ein Wahnsinn. Saar 05 war stark und effizient. Wir waren sehr bemüht, hatten aber spielerisch und taktisch nicht unseren besten Tag. Der Sieg von Saar 05 geht daher vollends in Ordnung. Glückwunsch Richtung Kieselhumes für diese Leistung!

Aufstellung:
Alex Spurk – Yannick Lenschow (’72 – Maurice Josten) – Leon Steimer – Gianluca Di Luca – Marius Puhl (’57 – Marco Criscenzo) – Rafael Leipi (’90 – Nijaz Marolli) – Leonard Heßlinger – Nicklas Kassel (’65 – Tobias Morbe) – Niklas Poruba (’78 – Akim Gemmel) – Jan Demmerle – Giuliano Buhtz

Tore:
0:1 – Akim Soulemana (‚3)
1:1 – Yannick Lenschow (’23)
1:2 – Tim Hans (’39)
1:3 – Carsten Jüptner (’52)
1:4 – Johannes Neufang (’85)

Beste Spieler:
Gianluca Di Luca


SG St. Wendel-Ostertal U19 – JFG Saarlouis/Dillingen U19 1:3 (1:1)
Nach der schmerzhaften Niederlage gegen Saar 05 traten wir unsere längste Auswärtsreise nach St. Wendel an. Wir wussten, dass uns ein schweres Spiel erwarten würde, vor allem wegen der möglichen „mentalen Blockade“ nach der Niederlage im Spitzenspiel. Die ersten Hürden zeichneten sich bereits bei der Anreise und beim Treffpunkt ab: Unkonzentrierte Spieler – darunter „Zuspätkommer“ in inakzeptablem Maße – ließen die Partie noch vor Anpfiff unter keinem guten Stern stehen. Allerdings begann die Partie turbulent: Nach Anstoß St. Wendel eroberten wir schnell den Ball und trugen diesen durch einen schnörkellosen Angriff über die linke Seite nach vorne. Nach Hereingabe von Niklas Müller vollendete Marco Criscenzo nach 17 Sekunden zur 1:0-Führung. Folglich machten wir aber immer weniger; der Gegner blieb mit Kontern immer gefährlich. Wir hatten einen sehr großen Ballbesitzanteil, ohne aber eine zwingend Dominanz zu entwickelt. Als Resultat unseres sinkenden Engagements traf der Gastgeber kurz vor der Halbzeit zum 1:1-Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit brachten unsere Wechsel frischen Wind in die Partie. Der zur Halbzeit eingewechselte Nicklas Kassel spulte eine hervorragende zweite Halbzeit ab und trug sich bereits in der 51. Spielminute in die Torschützenliste ein. Sechs Minuten später war Yannick Lenschow nach einer Freistoßhereingabe von Akim Gemmel per Kopf erfolgreich – 3:1 für uns. In der 60. Minuten betrat dann auch unser Kapitän des Feld, was uns erneut etwas mehr Sicherheit und Flexibilität nach vorne verliehen hat. Wir haben weiterhin versucht Fußball zu spielen, ein weiterer Treffer sollte uns aber nicht gelingen. Alex Spurk parierte noch einmal stark einen Flachschuss, der unmittelbar danach resultierende Nachschuss wurde von Niklas Müller auf der Linie pariert. Bis auf diesen Aufreger ereignete sich nichts mehr, es bleib beim holprigen 3:1-Auswärtssieg in St. Wendel.

Fazit:
Mit der Einstellung aus der Trainingswoche und vor allem unmittelbar vor Anpfiff in St. Wendel werden wir es in den verbleibenden drei Spielen schwer haben. Wir haben noch immer eine Aufgabe. Hätte uns jemand vor der Saison gesagt, dass wir bis zum Ende der Saison noch Möglichkeiten auf Platz 1 haben und realistische Chancen auf den Vizemeistertitel haben, hätten wir das direkt unterschrieben. Jetzt stehen wir genau an diesem Punkt und die Moral innerhalb der Truppe flacht extrem ab. Aber wir haben nach wie vor einen großen Kader und es zeichnen sich auch einige Lichtblicke ab. Spieler, die lange geduldig in der zweiten Reihe standen, präsentieren sich motiviert und scheinen ihre Chance zu nutzen. Auch beim Spiel in St. Wendel brachten alle sechs Einwechslungen einen Schub. Unter diesen Voraussetzungen erwartet uns eine interessante Trainingswoche, die die ein oder andere „Überraschung“ in der Startaufstellung gegen die SG Köllertal am kommenden Samstag mit sich bringen könnte.

Aufstellung:
Alex Spurk – Yannick Lenschow – Marius Puhl (’70 – Leon Steimer) – Rafael Leipi – Leonard Heßlinger (’80 – Enes Gök) – Niklas Poruba (’60 – Gianluca Di Luca) – Jan Demmerle (’46 – Nicklas Kassel) – Giuliano Buhtz – Akim Gemmel (’85 – Maxi Barth) – Niklas Müller – Marco Criscenzo (’70 – Maurice Josten)

Tore:
0:1 – Marco Criscenzo (‚1 – Niklas Müller)
1:1 – Maurice Schmitt (’43)
1:2 – Nicklas Kassel (’51)
1:3 – Yannick Lenschow (’57 – Akim Gemmel)

Beste Spieler:
Rafael Leipi, Nicklas Kassel, Akim Gemmel

TEILEN